Der Sommer hat grad mal eine Pause eingelegt. Auf der Alster ist Ruhe eingekehrt, nur ein Mann, den Blick in die Ferne gerichtet.

Juli 28th, 2010

Aufrecht steht er da, die Haende in die Hueften gestuetzt, den Kopf erhoben, den Blick in die Ferne gerichtet. Ein Mann, wie viele durchschnittliche Groesse, mittleres Alter, schwarze Hose, weisses Hemd, All dies wirkt vertraut, gewoehnlich und doch zieht die hoelzerne Menschengestalt die Blicke der Passanten unweigerlich auf sich. Denn der Mann, der so voellig gelassen und selbstverstaendlich auf einem circa 40 Zentimeter hohen Sockel thront, hat keinen festen Boden unter den Fuessen. Er treibt auf einer schwankenden Boje nahe der Gurlitt-Insel miten im Waser der Alster.

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Der deutsche Bildhauer Stephan Balkenholz hat ihn aus einem Eichenstamm gearbeitet, ebenso wie drei weitere, fast identische Figuren. 1993 haben diese Vier Männer auf Bojen Position bezogen. Der 1957 in Fritzlar geborene Künstler, der lange in Hamburg gelebt und hier an der Hochschule für bildende Künste von 1976 bis 1982 beim Minimalisten Ulrich Rückriem Bildhauerei studiert hat, gehört inzwischen längst zu den renommierten Vertretern der figurativen Plastik. Von November bis März wird die Skulptur eingeholt.

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